Samara Sagynbaevas erster Langfilm „Panic Button“ beginnt auf einer chaotischen Straße, auf der Autos und Pferde ohne Fahrspuren durcheinanderfahren und -laufen. Es ist ein noch nie zuvor gesehener Anblick, bei dem jederzeit etwas passieren könnte, doch bald glaubt man, dass auch hier eine gewisse Ordnung herrscht. Der Glaube, dass sowohl die Autos als auch die Pferde schließlich dort ankommen werden, wohin sie wollen. „Panic Button“ ist ein politischer Dokumentarfilm, der in diesem chaotischen Kirgisistan spielt. Samaras Ehemann, der Investigativjournalist Ali Toktakunov, untersucht die Korruption eines hochrangigen Amtsträgers und einen Schmuggelskandal. Alis Recherche, die eines Tages mit dem Anruf eines Whistleblowers beginnt, führt das Ehepaar bald darauf, mit der Nachricht von der Ermordung des Informanten, in ein Leben, in dem beide im Büro eines tschechischen Medienunternehmens eingeschlossen sind. Mit dem Panikknopf in der Hand berichtet die Regisseurin in einem ruhigen Voiceover von ihrem mehr als fünfjährigen Kampf seit 2019. Vor allem aber ist dies ein Film, den nur die Regisseurin Sagynbaeva machen kann.