Stadt/UrbanisierungLGBTQ+Nach einer wahren BegebenheitKomödie/Humor/Schwarze Komödie/Satire
Das „Städtische Schwimmbad Numakage“ in der Stadt Saitama im Umland von Tokio wurde 52 Jahre lang als „Meer“ in der Stadt bezeichnet und prägte die Sommer der Anwohner. Doch die Stadt beschließt trotz des Widerstands der Anwohner, das Schwimmbad im Sommer 2023 abzureißen. Der Film nutzt die von Elisabeth Kübler-Ross vorgeschlagenen fünf Phasen der Trauer (Leugnen – Zorn – Verhandeln – Depression – Akzeptanz) als erzählerisches Gerüst und stellt den Tod eines Ortes neben den Tod eines Menschen. Dann fügt er nach und nach Ansichten innerhalb und außerhalb des Schwimmbads und die Geschichten verschiedener Menschen rund um das Schwimmbad zusammen und dokumentiert so den „Verlust eines Ortes“ in der universellen Sprache der Trauer. Der Regisseur fügt zwischen diese kostbaren Aufzeichnungen unauffällig Spielfilmelemente ein und ruft damit auf filmische Weise auch eine weitere Bedeutung dieses Ortes in Erinnerung. Ein gelungenes Werk, das die Trauer über den Verlust unaufgeregt und zugleich heiter einfängt und nach dessen Ende sich die Zuschauer zu den „verlorenen Orten“ in ihren eigenen Erinnerungen aufmachen werden.