Das trans Paar Ísis und Lourenzo aus Brasilien bereitet sich auf die Geburt seines Kindes vor. Doch die beiden müssen sich nicht nur mit den körperlichen und seelischen Beschwerden und Veränderungen der Schwangerschaft auseinandersetzen, sondern begegnen auch in der medizinischen Versorgung und im Alltag dem gesellschaftlichen Unverständnis gegenüber trans Familien.
Ausgehend von den intimen Erfahrungen der Schwangerschaft und Familiengründung begleitet der Film aus nächster Nähe das Miteinander, die Auseinandersetzungen und Erwartungen der beiden. Dazwischen stehen ihre aufrichtigen Bekenntnisse, die sie an ihren ungeborenen Sohn Apolo schreiben. So zeigt der Film, wie sich ein trans Paar den zahlreichen Schwierigkeiten von Elternschaft, Fürsorge und familiären Beziehungen stellt. Während das neue Leben allmählich Gestalt annimmt, blicken die beiden auch auf ihre unterschiedlichen Erfahrungen des Aufwachsens zurück: Eine Person wuchs mit Verständnis und Unterstützung auf, während die andere versucht, die seit Langem von Entfremdung geprägten familiären Bindungen wiederherzustellen. Ísis, eine der Hauptfiguren, führte auch mit Regie. Experimentelle Performances mit Camp-Ästhetik verweben sich mit alltäglichem Widerstand. So ist der Film nicht nur die Dokumentation einer trans Schwangerschaft, sondern auch eine furchtlose Erklärung gegenüber einer unfreundlichen Gesellschaft und ein bewegendes Zeugnis von Liebe und Verständnis.