Die 17-jährige Johanne lebt im norwegischen Oslo und verliebt sich in ihre Französischlehrerin Johanna. Als sie im Haus ihrer Lehrerin, die auch Textilkünstlerin ist, stricken zu lernen beginnt, wachsen auch Johannes romantische Fantasien und ihre sexuelle Neugier. Vom Fieber der ersten Liebe erfasst, beginnt Johanne, all diese überwältigenden Gefühle und Erfahrungen aufzuschreiben. Der Text gelangt bald zu Johannes Mutter und ihrer Großmutter, einer Dichterin. Nur kurz sorgen sie sich um die Beziehung zwischen Lehrerin und Schülerin, zwischen einer Erwachsenen und einer Minderjährigen, dann richten Mutter und Großmutter ihren Blick auf das literarische Potenzial des Textes und die Möglichkeit einer Veröffentlichung. Dass sich die universellen Gefühle der ersten Liebe in eine besondere queere Geschichte des Erwachsenwerdens verwandeln, ist wesentlich dem intelligenten, gelassenen Humor, der den Film durchzieht, der frischen Dramaturgie und den symbolischen Bildern zu verdanken. Dies ist der dritte Teil der „Sex, Love, Dream“-Trilogie von Regisseur Dag Johan Haugerud; er wurde bei den 75. Berliner Filmfestspielen mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.