Der autobiografische experimentelle Dokumentarkurzfilm „KOKI, CIAO“ wurde von seinem Protagonisten Koki mitgeschrieben und wird von ihm erzählt. Der heute 67-jährige Kakadu Koki, der die menschliche Sprache beherrscht, wurde einst vom jugoslawischen Staatschef Tito, der 35 Jahre lang an der Macht war, als Haustier gehalten und ist der zentrale nichtmenschliche tierische Schöpfer dieses Films.
Koki ist ein ständiger Gast bei diplomatischen Veranstaltungen und Unterhaltungsprogrammen auf den Brijuni-Inseln. Dort wurde Titos Amtssitz für seine späten Lebensjahre errichtet, und die Inseln waren auch ein wichtiger Ort der Bewegung der Blockfreien Staaten. Die „Koki-Show“ wird bis heute fortgesetzt. Der Kakadu wird in einem Käfig gehalten, wo Touristen ihn besichtigen können.
Der Film enthält Tonaufnahmen, die über vier Jahre hinweg mit Koki entstanden, und verbindet sie mit unveröffentlichten Filmaufnahmen und Fotografien aus mehreren staatlichen Archiven, um Fragmente seines Lebens auf Brijuni zusammenzuführen. Bei Staatsbesuchen politischer Persönlichkeiten wie Nikita Chruschtschow, Sukarno, dem Ehepaar Ceaușescu und Indira Gandhi sowie bei Treffen mit Prominenten wie Sophia Loren und Carlo Ponti war Koki dabei und wurde fotografiert.
Vor vielen Jahren wurden Tiere als diplomatische Geschenke und nationale Symbole nach Brijuni gebracht. Noch heute bietet diese Insel, auf der verschiedene Arten zusammenleben und Staatsgrenzen ihren Platz verloren haben, den Tieren eine Heimstatt. Selbst Elefanten und Zebras stiehlt Koki die Schau, während er in seinem Käfig der vergangenen Zeit nachsinnt.