Eunyul (Park Hanbitnara) besitzt die besondere Fähigkeit, vorauszusehen, was ihr widerfahren wird. Das ist möglich, wenn sie auf einer bestimmten Bank auf ihrer Heimatinsel Geoje sitzt. Mit Robert Walsers „Der Spaziergang“, einem Geschenk ihres ehemaligen Partners, kehrt Eunyul in ihre Heimat zurück. Dort begegnet sie ihrer älteren Bekannten Minjeong (Kang Soyi) und deren Partner Jigeun (Ha Seong-guk), einem Menschen, der bei ihr eine tiefe Wunde hinterlassen hat, sowie einem fremden Reisenden und stellt sich dabei sich selbst. Die Bank in „Nothing Has Happened Yet“ ist vielleicht nichts weiter als ein überaus gewöhnlicher Gegenstand. Wenn sie zu einem Ort der Voraussicht werden kann, dann dürfte das dem Wesen, dem Blick und den inneren Regungen eines Spaziergängers entspringen, der den Kopf wendet, sich umschaut, in die unergründliche Natur hineinbummelt und aus eigenem Antrieb versucht, vom Weg abzuweichen. Der Film ergründet mit gefasster Haltung, wie viel Glück, Trost und Möglichkeit darin liegen, dass noch nichts geschehen ist.