Ein fremder Mann taucht unvermittelt im Alltag der Menschen auf, und unschuldige Menschen, die nur lose mit ihm verbunden waren, werden nach und nach unter ungeklärten Umständen tot aufgefunden. Der Mann verändert sein Äußeres und taucht in verschiedenen Städten auf – als Seemann, Lehrer an einem Nachhilfeinstitut, Reinigungskraft oder Lastwagenfahrer, ein völlig Fremder und doch eine vertraute Gestalt, wie sie uns in unserer Umgebung begegnen könnte. Doch es gibt weder ein klares Motiv noch einen nachvollziehbaren Hinweis. Der Tod dieser Menschen nimmt nicht die Form von Ereignissen an, die sich nachverfolgen oder vorhersehen lassen, sondern die einer Katastrophe, der man hilflos begegnen muss. „SAI: disaster“ zeichnet das Bild einer kraftlosen, düsteren Stadtlandschaft, die von Bruchstücken des Todes und dem Auftauchen eines Mannes, der zwischen ihnen umhergeht, infiziert wird. Die erbarmungslose Kette von Todesfällen, deren Anfang und Ende nicht zu erkennen sind, dringt in Gestalt einer leeren und doch unaufhaltsamen Tragödie in das Leben der Menschen ein.