„The Observer’s Journal“, der drei Geschichten miteinander verbindet, ist ein Werk, in dem sowohl Regisseur Lim Junghwans besonderes Gespür für Spannung und Humor als auch eine Veränderung spürbar werden. Neben den langjährigen „Filmfreunden“ des Regisseurs kommen neue Gesichter hinzu, und so wartet der Film mit einer noch eigentümlicheren und reichhaltigeren Welt auf. Insbesondere Bang Minah und Park Jonghwan bewegen sich durch Zeit und Raum und bilden ein lockeres, aber verlässliches Bindeglied zwischen den drei Geschichten. Wenn die Figuren, die Namen und Berufe wechseln und täuschend echt zu anderen Menschen werden, etwas gemeinsam haben, dann ist es, dass sie alle von „Spaß“ sprechen. Jemand gelobt, den Spaß nicht aufzugeben, jemand anderes hält dagegen, einfach nur mit Spaß arbeiten zu wollen. Zwischen notdürftigen Fantasien und schmerzlichen Schwierigkeiten wechselnd, offenbart der Film Freude, Zweifel, Aufregung und Einsamkeit im Hinblick auf das Leben und das Schaffen. Dank der Darsteller, die ebenso unbefangen auftreten wie der Film selbst, hält „The Observer’s Journal“ alles fest: unvermittelt hereinbrechende Krisen und Gewalt, allmählich wachsende Zuneigung und lächerliche Wahrheiten.