Die kurze Begegnung von Yoo-jin (Kim Min-ha) und Hyeon-oh (Joo Jong-hyuk), die sich zu unterschiedlichen Zeiten im selben Café aufhalten, das unverhoffte Wiedersehen der Mittelschulfreunde Sang-mi (Han Sun-hwa) und Young-min (Chang Ryul), das funkensprühende erste Treffen der Webromanautorin Hye-jin (Shim Eun-kyung) und des Filmregisseurs Dong-nam (Lee Hee-jun), bis hin zu einem innigen Moment zwischen der Idol-Anwärterin Nakyung (Jeon So-young) und ihrem Freund Jong-su (Kim Dong-hwi). „The Table: Day and Night“ ist ein Film über die heiteren, unprätentiösen und liebenswerten Gespräche, die vier Paare zwischen Sommer und Herbst in einem einzigen Café führen. Er nutzt die Eigenart des Cafés als Ort, an dem beliebige Menschen verweilen und wieder gehen, und zeichnet die jeweils eigene Geschichte, Persönlichkeit, Atmosphäre und Nuancen der Figuren mit beschwingtem Rhythmus und einem aufmerksamen Blick feinfühlig nach. Es ist ein besonders gelungenes Werk von Regisseur Kim Jong-kwan, der mit Filmen wie „Worst Woman“ (2016), „The Table“ (2016) und „Josée“ (2020) seine eigene filmische Form und Gestaltung, sein Empfinden und seinen Blick immer wieder erprobt und erweitert hat. Die filmischen Interessen, der Stil, der Blick und die Welt, die er mit geradezu hartnäckiger Gewissenhaftigkeit erkundet hat, erreichen hier ihren Höhepunkt. Ohne übertriebene Konstruktionen oder heftige Wendungen entfaltet er auf hervorragende Weise die Schwingungen der Beziehungen. Auch das Zusammenspiel der herausragenden Darsteller Kim Min-ha, Joo Jong-hyuk, Han Sun-hwa, Chang Ryul, Shim Eun-kyung, Lee Hee-jun, Jeon So-young und Kim Dong-hwi ist makellos. Dass diese namhaften Schauspieler zusammengekommen sind, ist ganz der außergewöhnlichen Fähigkeit des Regisseurs zu verdanken und ein eindeutiger Beleg für den Wert dieses Films.