Jean-Luc Godard (1930–2022), der französisch-schweizerische Filmregisseur, war in seinen frühen Jahren Kritiker für „Cahiers du cinéma“, bevor er zu einer zentralen Figur der französischen Nouvelle Vague wurde. Nach dem Mai 1968 wandte er sich dem politischen Kino und anschließend, gemeinsam mit seiner Frau Anne-Marie Miéville, Experimenten mit Video und Fernsehen zu. In den 1980er-Jahren kehrte er in die Mainstream-Filmindustrie zurück; in seinem Spätwerk – „Geschichte(n) des Kinos“, „Auf die Liebe“, „Bildbuch“ – entwickelte er eine unverwechselbare Form des visuellen Essays.