Soraya ist erst 16 Jahre alt und hat bereits erstaunliche Gemälde und Skulpturen geschaffen. Ihre Werke sind ebenso schön wie düster. Seit fünf Jahren sucht die afghanische Bildhauerin und Illustratorin mit ihrem außerordentlich starken Willen nach einem Weg, den Iran zu verlassen, in der Hoffnung, in Österreich wieder mit ihrer Mutter zusammenzukommen. Soraya hat das gesamte Material mit ihrem Handy aufgenommen, während Mehrdad Oskouei bei diesem Film durchgehend aus der Ferne Regie führte. Für Soraya ist Kunst keineswegs ein bloßer Zeitvertreib. All ihre Sorgen, Freuden und Ängste lässt sie in ihre Gemälde einfließen. Sie formt Skulpturen aus eingeweichten Eierkartons oder aus Ton, den sie unterwegs auf der Flucht findet. In vielen Gemälden kehren Motive wieder – ein treuer Fuchs, der mit ihr weiterzieht; ein rosafarbener Mond, der sie begleitet; und laut lachende Clowns, in denen Soraya sich selbst wiedererkennt.