Der Desktop-Dokumentarfilm „后世残影“ setzt sich kritisch mit historischen Archiven und digitalen Spuren extremistischer Propaganda auseinander und fragt, wie sich Gewaltbilder verbreiten, verändern und fortbestehen. Der Film verbindet Online-Recherchen mit persönlichem Austausch und dokumentiert, wie Künstler, Aktivisten und Forschende sich gegen die schädliche Wirkung extremistischer Medien wehren. Als zentrales Motiv wählt er Medusa, die selbst ein Opfer von Gewalt war und deren Blick Menschen versteinern kann. Sie symbolisiert, dass der Blick sowohl Gefahren birgt als auch potenziell Veränderung bewirken kann. Von Museumsarchiven bis zur KI-gestützten Bildrekonstruktion untersucht dieser Dokumentarfilm, wie Machtstrukturen, die von der Kolonialzeit bis ins digitale Zeitalter reichen, die Art prägen, wie wir Gewalt betrachten und erinnern. Können wir beim Betrachten von Gewalt wirklich vermeiden, zu Komplizen zu werden? Gibt es noch andere Formen der Aufmerksamkeit?