Die Möbel, die seit den 1970er-Jahren in diesem Gebäude aufbewahrt wurden, sind nun aufgestapelt und sollen bald abtransportiert werden. Dreieckige und quadratische Bauteile aus Holz und Metall, einzelne Boden- und Deckenplatten scheinen sich mit aller Kraft gegen ihr Schicksal zu wehren, demontiert zu werden.
Das Kongresszentrum Sava verkörperte einst die Zukunftsvision Jugoslawiens – eines international ausgerichteten sozialistischen Staates, der eine Politik der Blockfreiheit verfolgte. Nach dem Zerfall der Bundesrepublik Jugoslawien geriet dieses modernistische Wahrzeichen in Neu-Belgrad bei der Regierung allmählich in Vergessenheit und verfiel über Jahrzehnte zunehmend. 2020 ging das Kongresszentrum in Privatbesitz über. Zwei Jahre später begannen die Wiederaufbauarbeiten.
Wie viele junge Arbeiter betritt auch Nenad das Sava-Zentrum zum ersten Mal. Er hat keine Verbindung zur Vergangenheit dieses Gebäudes oder zu der Gesellschaft, die es errichtet hat.