Regisseur Brad Bird, der Meister hinter „Ratatouille“ und „Die Unglaublichen“, ist nach acht Jahren zum Animationsfilm zurückgekehrt. Das groß angelegte Science-Fiction-Noir-Werk „Ray Gunn“ spielt in „Metropia“, einer retrofuturistischen Stadt im Stil der 1930er-Jahre, in der Menschen und Außerirdische selbstverständlich zusammenleben und fliegende Autos aller Art die Straßen füllen. In einer Zeit, in der Maschinen und Roboter das Detektivgewerbe beherrschen, untersucht Ray Gunn (Sam Rockwell), einer der seltenen menschlichen Privatdetektive, gemeinsam mit seinem außerirdischen Assistenten Eyera (Tom Waits) einen rätselhaften Mordfall, in den der beliebte Star Venus Nova (Scarlett Johansson) verwickelt ist. Die vielschichtige stimmliche Darstellung der Schauspieler haucht den Figuren Leben ein. Die Welt, die die Romantik des klassischen Noir mit ultramodernen Details verbindet, lässt an eine wirkliche Zukunft denken, die man erreichen möchte, und bietet visuellen Genuss. Die temporeiche Regie und die präzise gestalteten Bildkompositionen erzeugen einen überwältigenden Sog: ein faszinierendes Werk, das selbst Zuschauer, die Animationsfilmen bislang nichts abgewinnen konnten, im Nu in seinen Bann zieht.