Ju-young bereitet in einer Geisterstadt, die gerade saniert wird, ihren Umzug vor und dokumentiert zwischendurch den Ort, als sie einen Stein entdeckt. In einem Viertel voller Steinbrocken findet sie ihn im Haus eines fremden Mannes, dessen Vater ihn hinterlassen haben soll. Ju-youngs Vater verschwand vor zehn Jahren spurlos. Und ihre Mutter verließ Ju-young noch davor. Regisseurin Yoon Ju-young überlagert den Umzug von einem Haus in ein anderes mit dem Prozess, durch das Nachgehen vergangener Erinnerungen das gegenwärtige Leben zurückzusetzen. Während sie ihre Umzugssachen packt, begegnet sie ihrer Mutter und fragt sie, warum sie damals so gehandelt hat; während sie das Haus herrichtet, in das sie einziehen wird, trifft sie ihren Vater wieder, zu dem der Kontakt lange abgebrochen war. In vier Kapiteln mit den knappen und zugleich festen Untertiteln „Stein“, „Körper“, „Klang“ und „Atem“ blickt Regisseurin Yoon Ju-young ihren eigenen Erinnerungen und ihrem Vergessen, ihrer Gewalt und ihren Überlebensweisen direkt ins Gesicht. In Temperaturen ausgedrückt ist „Soundweave“ manchmal furchtbar kalt und manchmal überraschend heiß. Ein kühnes und herausforderndes Langfilmdebüt von Regisseurin Yoon Ju-young, die sich zwischen Malerei, Video und Performance bewegt.