Sonnenlicht fällt auf Flusssteine, Moos und Bäume, die Filmbilder springen und flackern, Sprachlaute unbekannter Bedeutung werden einer nach dem anderen heraufbeschworen. Einer Überlieferung der Tlingit in Alaska zufolge wird man zu Stein, wenn man fremde Schiffe, die vom Meer kommen, direkt ansieht. Deshalb höhlt man die Stängel der Pflanze „Nieswurz“ aus und macht daraus Fernrohre, um heimlich hindurchzuspähen. Die vom Aussterben bedrohte Tlingit-Sprache verbindet sich mit verschwindenden Naturlandschaften. Auf der Bildtextur aus abgelagerten Gesteinsschichten, Flechten und Holzmaserungen werden Laute wie beim Sprechenlernen wiederholt. Körperliche Sinneswahrnehmung ist Sprachpraxis; die Erinnerung und Geschichte des Landes fließen mit den Sprachlauten in den Körper.
1992 in China geboren. Sie arbeitet mit analogem Film, Projektionsperformance und zeitbasierter Installation. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt und vorgeführt, unter anderem beim IFFR, beim New York Film Festival, in der Cineteca Madrid und im Museum of Contemporary Art Chicago.
Von KI übersetzt
Von Women Make Waves International Film Festival 2026, Nr. 33