„Ein Film, der sich auf die Stille konzentriert, mitten in den leeren Raum schreibt und Menschen, die einander verletzt haben, am Fluss Grüße austauschen lässt.“ – Die Schriftstellerin Eun Hee-kyung
„Small, Slow but Steady“, der auf der Autobiografie einer Boxerin mit Hörbehinderung beruht, ist kein Sportfilm, der auf Überwindung und Sieg abzielt. Schauplatz ist eine alte Trainingshalle, die vor dem Abriss steht, und das Training und die Kämpfe der Boxerin Keiko werden als wiederkehrende Tätigkeiten dargestellt, die ihrem Alltag festen Halt geben. Sorgfältig eingefangen wird nicht nur Keikos Präsenz, sondern auch die aller anderen: des Leiters der Trainingshalle, der sich trotz seines altersschwachen Körpers um sie kümmert, der Trainer, die sie beim Training unterstützen, der Familie, die sie anfeuert, der Kollegen, mit denen sie arbeitet, und der Gegnerinnen, gegen die sie antritt. Die während der Coronapandemie mit einer 16-mm-Kamera gedrehten Szenen fangen auf schöne Weise die kleinen Bewegungen ein, die auch unter eingeschränkten Bedingungen still fortdauern. Yukino Kishii, die Keiko spielt, drehte diesen Film nur drei Monate nach ihrem Einstieg ins Boxen; die von ihr gestalteten Boxszenen glänzen mit einem lebhaften Rhythmus, als wären sie Choreografien in einem Musicalfilm.